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Bodengleiche Dusche: Was kostet der Einbau – und wer zahlt mit?

Eine ebenerdige Dusche ist die häufigste Einzelmaßnahme beim barrierefreien Badumbau. Realistische Preise, und wie sich Pflegekasse und KfW-Förderung dabei ergänzen.

Von Steffen Mayer, Betreiber pflegezuschuss24 · Stand: Juli 2026 · Preisangaben: Marktschätzung auf Basis von Handwerksbetrieb-Angeboten

Was kostet eine bodengleiche Dusche?

Der Einbau einer bodengleichen Dusche kostet 2026 je nach Ausgangslage zwischen 3.000 und 7.000 € – inklusive Duschrinne, Abdichtung nach DIN 18534, Fliesenarbeiten und Glasabtrennung. Wird dabei eine bestehende Badewanne entfernt und durch die ebenerdige Dusche ersetzt, liegen die Gesamtkosten meist bei 4.000–8.000 €.

SituationKosten
Neubau (Rohinstallation vorbereitet)ca. 1.500 – 2.500 €
Sanierung (Bad bereits vorhanden)ca. 2.500 – 4.500 €
Altbau (Bodenaufbau/Abläufe müssen angepasst werden)ca. 3.500 – 6.000 €

Der größte Kostentreiber ist meist der Bodenaufbau: Damit das Wasser ohne Stufe ablaufen kann, muss oft der Estrich abgesenkt oder eine Ablaufrinne mit Gefälle eingebaut werden. Das ist im Altbau aufwendiger als im Neubau.

Barrierefrei-Mindestmaße: stufenloser Zugang, rutschhemmende Fliesen (mind. Bewertungsgruppe R10) und mindestens 120 × 120 cm Bewegungsfläche vor der Dusche – so verlangt es die DIN 18040 für barrierefreies Wohnen.

Zwei Fördertöpfe, ein Umbau: Pflegekasse und KfW

Bei einer ebenerdigen Dusche lassen sich zwei Förderungen kombinieren, wenn sie unterschiedliche Kostenanteile abdecken:

  • Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI): bis zu 4.180 € je Maßnahme – Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad.
  • KfW-Zuschuss 455-B: 10 % der förderfähigen Kosten, max. 2.500 € pro Einzelmaßnahme (ohne Pflegegrad-Voraussetzung, aber nicht für denselben Kostenanteil wie die Pflegekasse).

Wichtig: Beide Zuschüsse dürfen nicht für dieselben Handwerkerrechnungen doppelt beantragt werden. In der Praxis wird der Umbau meist aufgeteilt – z. B. übernimmt die Pflegekasse den Duschbereich, die KfW-Förderung zusätzliche Maßnahmen wie Haltegriffe oder eine höhenverstellbare Armatur. Details dazu in unserem Ratgeber zur Kombination beider Förderungen.

So gehen Sie vor

  • Pflegegrad prüfen oder beantragen (Voraussetzung für den Pflegekasse-Zuschuss)
  • Kostenvoranschlag eines Fachbetriebs einholen – möglichst mit Aufschlüsselung nach Gewerken
  • Antrag bei der Pflegekasse vor Baubeginn stellen
  • Parallel KfW-Zuschuss für abgrenzbare Zusatzmaßnahmen prüfen
  • Nach Bewilligung: Umbau beauftragen, Rechnung zur Erstattung einreichen

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet der Einbau einer bodengleichen Dusche?

2026 realistisch zwischen 3.000 und 7.000 €, inklusive Duschrinne, Abdichtung nach DIN 18534, Fliesenarbeiten und Glasabtrennung. Wird zusätzlich eine Badewanne entfernt, liegen die Gesamtkosten meist bei 4.000–8.000 €.

Warum ist eine bodengleiche Dusche im Altbau teurer als im Neubau?

Der größte Kostentreiber ist der Bodenaufbau: Damit das Wasser stufenlos ablaufen kann, muss oft der Estrich abgesenkt oder eine Ablaufrinne mit Gefälle eingebaut werden – im Altbau deutlich aufwendiger als im Neubau.

Lassen sich Pflegekasse und KfW-Förderung für die Dusche kombinieren?

Ja, solange die Kostenanteile sauber getrennt eingereicht werden – doppelte Förderung derselben Handwerkerrechnung ist nicht zulässig, die Aufteilung auf getrennte Kostenanteile aber üblich.

Quellen: § 40 SGB XI · KfW – Investitionszuschuss 455-B

Preisangaben sind Marktschätzungen (Stand: Juli 2026) und ersetzen kein individuelles Angebot. Dieser Beitrag ist allgemeine Information, keine Beratung. Angaben ohne Gewähr. Autor: Steffen Mayer.